Pressebericht
von 1968, u.a. auch über das Nachtsang-Geläut um die
Zeit von 1836 im rechten oberen Teil des Artikels:
"...
wir schreiben inzwischen 1836. Am Heiligen Abend erschallen vom
Turm der Apostelkirche unregelmäßige Schläge der
drei Glocken, die nach etwa 25 Minuten in ein Beiern übergehen
und schließlich mit dem Vollgeläut enden. Vom Turm
steigen die Rundstiege herab der Kirchendiener Fißmer und
der "Läuter" Zumbulte. Mit ihrem eigentümlichen
Läuten haben sie die Heilige Nacht eingesungen und machen
sich nun in der Kirche zu schaffen. Bei dem eben verklungenen
Geläut handelt es sich um den "Nachtsang", eine
damals in Minden-Ravensberg ziemlich verbreitete Läutart
in den drei dunklen Wintermonaten. Ob sie es ahnen, dass dieses
eigenartige, anheimelnde Geläut 130 Jahre später in
ihrer Heimatstadt immer noch in der alten Form erklingt, während
dieser Brauch in den anderen Ravensberger Gemeinden nach und nach
eingeschlafen ist? ... "