the unique peal of bells worldwide - real foot- and handwork - live every winter from November to February

"Nachtsang-Geläut" in Gütersloh

far and away the oldest cultural event in Gütersloh and possibly the oldest cultural artifact in Germany

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The Gütersloh peal of bells

Untill the year 1790, the night peal of Gütersloh can be found in the city chronic. It might be longer
known before that time some say. It was even played in the regions of the Osnabrücker and
Ravensburger land. Today the peal of bells is only verifiable in Gütersloh. Only individual recruited
man and women can play this peal of bells.

Two legends exist for this particular night peal of bells:

    • About the year 1100, the bishop of Osnabrück, called the Wiho II, has lost his way during a
      chase. Till evening he was not able to get his way back. He collapsed and fell down of exhaustion
      on the cold winter ground. Then a slight tone of a peal of bells reached the bishops ears. Very jaded
      he got up and followed the voice or sound. He finally reached a monastery where the sound from
      peal of bells came. The special peal of bells, which sounded through the dusk and the forest, saved
      the bishop in the end.
      As a reward for his rescue, he ordered to play the peal of bells every night before Sunday and bank
      holiday throughout the Osnabrücker region, to which Gütersloh formerly also was a part of. From
      now on, the Gütersloher peal of bells shall be played from Allhallows till Candlemas.
    • The second myth is quite alike: A bishop could not get his way back when he chased in the dark
      wood till dusk. A peal of bells reached the bishops ears. He than followed the sound and was saved.
      This time the myth talks about a sexton from the Netherlands. The sexton played the peal of bells
      for castaways at the coast, for fishermen orientation or just for gratefulness. The bishop commanded
      for acknowledgement that the peal of bells should be played during the darkest season of the year.

The two legends might be true. They perform the same quintessence. The Osnabrücker diocese
previously reached the coast of the North Sea. It could be true that the bishop could not mange to
find his way back on the coast line. So it must be assumed that the genesis of the peal of bells is
rather older than known by the cited resources and chronicles.

 

 

sorry, but not finished in english language: (can you help?)

Denn wenn ein Geläut zu Zeiten Wihos II. schon geläutet wurde und er dieses quasi nur noch weiterverbreitete in seinen Gemeinden und Kirchen, dann stammt es - in einfacherer Form - wohl schon aus dem 1. Jahrtausend nach Christus.

Die Existenz eines uralten Küstengeläuts als Ursprung des heutigen Nachtsang-Geläuts wird zusätzlich belegt durch die Tatsache, dass es bis in das 20. Jahrhundert hinein ein angeblich ähnliches Geläut an der spanischen Küste gegeben haben soll. Und auch dieses gründete laut Quellen auf der uralten Tradition, Fischer zu leiten und Schiffbruch zu vermeiden.
Vielleicht findet sich tatsächlich irgendwann einmal doch noch eine Quelle, die dieses anscheinend an der gesamten Atlantikküste und Nordseeküste vom heutigen Spanien bis zum heutigen Deutschland beheimatete `Schiffsgeläut´ belegt.

Im Laufe der Jahre hat sich das zunächst einfache Schiffsgeläut dann in den Gemeinden des Bistums Osnabrück zu einer regelrechten Glocken-Symphonie weiterentwickelt. Vielleicht hat es einen regelrechten Wettstreit der Glöckner gegeben, zumeist der Küster und Pfarrer selbst.

In Gütersloh wird das Nachtsang-Geläut auch heute noch in der dunklen Jahreszeit zwischen dem Reformationstag am 31. Oktober und Mariä Lichtmeß am 02. Februar regelmäßig geläutet, zunächst in der Apostelkirche am Alten Kirchplatz und seit Fertigstellung im Jahr 1861 bis heute wenige Meter Hundert Meter weiter in der Martin-Luther-Kirche (damals noch "Neue Kirche") am Berliner Platz.

Für den Zeitraum 1830 bis 1842 wird erstmals ein Glöckner-Name in gefundenen Akten genannt: `Läuter´ Zumbulte und sein Kirchendiener Fismer.
Die Glöckner zwischen 1842 und dem 2. Weltkrieg waren dann zumeist die Küster der Kirche wie Küster Bermpohl, dem die Rettung der kleinen `Benedictina`-Glocke vor dem Einschmelzen zu verdanken ist. Küster Bermpohl läutete mit Gottfried Langel und Pastor Köker über 40 Jahre das Nachtsang-Geläut. 1965 begann Klaus Nordmann mit dem Erlernen des Geläuts, 1977 Dr. Barbara Rohden.
-> Liste der Glöckner ab 1830

Im 19. und 20. Jahrhundert wurde das Geläut des Nachtsangs in Gütersloher Medien und vom Volksmund oft als `Weihnachtsgeläut´ bezeichnet, da der eigentliche Grund für den Nachtsang in Vergessenheit geraten war und die Menschen das Geläut nur noch in Verbindung mit der Adventszeit und Weihnachtszeit sahen. Erst mit Beginn der Rückbesinnung auf die uralte Tradition des Geläuts und dem Beginn der historischen Recherchen des Geläuts in den 1950er Jahren bis weit zurück ins Mittelalter und mit der Erkenntnis, dass es sich nicht nur um ein lokales Geläut, sondern sehr wahrscheinlich um ein Hunderte von Jahren altes internationales Kulturgut handelt, wurde das Geläut wieder allgemein als `Nachtsang-Geläut´ wahrgenommen, aber leider nie entsprechend seinem Alter, seinem Wert und seiner Bedeutung angemessen gewürdigt und entsprechend gefördert. In Gütersloh fristet das Nachtsang-Geläut ein Nischen-Dasein, was sich symptomatisch in immer wiederkehrenden Beschwerden von Anwohnern äußert, die diesen "Krach" verboten sehen möchten.

Immer wieder treffen Nachrichten ein bzw. melden sich Menschen, die ein gleiches Geläut irgendwo anders gehört haben wollen. Nie konnte dies bis heute z.B. anhand von Quellen belegt werden.
1969 berichtete eine Gütersloherin nach einer Reise in die spanischen Pyrenäen von einem Geläut in dem Pyrenäen-Ort Tahull. Dort soll in den beiden örtlichen Kirchen St. Maria und Sanct Clemente ein Glockengeläut existieren, dass dem Gütersloher Nachtsang-Geläut sehr ähneln soll. Das Dorf war damals nur zufuß oder mit Esel zu erreichen und es liegt nicht an der Spanischen Atlantikküste. Recherchen in diese Richtung liefen aber leider ins Leere.
Eine scheinbar sehr verheißungsvoller und hochinteressanter Hinweis führte in den 1980er Jahren nach Peru in Südamerika, aber auch diese `Spur´ wurde bis heute nicht belegt ...

Wir in Gütersloh freuen uns über jede Art von Nachricht oder Beleg, dass ein vergleichbares Geläut noch irgendwo anders auf der Welt geläutet wird!
Bitte nehmen Sie dann Kontakt mit uns auf!

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